Pfarrer Norbert Bentele verstorben

In der Nacht auf Montag, 17. September ist der beliebte katholische Seelsorger der Gemeinden Heimsheim und Wiernsheim überraschend seinen Leiden erlegen. Friedlich eingeschlafen wurde er am Montag früh aufgefunden. Erst vor wenigen Wochen hatte Pfarrer Bentele in Heimsheim mit vielen Freunden und Gemeindemitgliedern seinen siebzigsten Geburtstag gefeiert.

„Wir sind alle bestürzt über seinen Tod. Obwohl wir um seine schwache Gesundheit wussten, hat niemand mit so einem schnellen Ende seines Lebens gerechnet“ – so Dekan Claus Schmidt.

Spontan versammelten sich am Montag Priester und Gemeindeglieder im Sterbehaus des Geistlichen um miteinander zu beten und Totenwache zu halten. In einem sehr bewegenden Moment wurde der Leichnam von Pfarrer Bentele aus dem Pfarrhaus gebracht.

Norbert Bentele war Pfarrer mit Leib und Seele. Geboren 1948 in Oberschwaben als einziges Kind seiner Eltern schlug er zunächst einen ganz anderen Weg ein. Nach seiner Schulzeit absolvierte er eine Ausbildung zum Elektroeinzelhandelskaufmann und übte diesen Beruf anschließend auch aus. Nach dem Grundwehrdienst bei der Bundeswehr arbeitete er die nächsten 10 Jahre beim Arbeitsamt in Ravensburg. 1981 begann Norbert Bentele als Spätberufener sein Theologiestudium am überdiözesanen Studienhaus St. Lambert in Lantershofen. Nach Diakonatsweihe und Diakonatsjahr wurde er 1987 von Bischof Georg Moser zum Priester geweiht. Stationen seines Wirkens waren Heilbronn und Wangen im Allgäu 1991 wurde er dann Pfarrer auf dem Heuberg in Wehingen und Deilingen uns später auch in Gosheim. Seit 1999 hatte er dort als Dekan das Dekanat Spaichingen geleitet. Nach einer kurzen Zwischenstation in Tetnang wurde er 2001 Pfarrer der weitläufigen Seelsorgeeinheit Mühlacker Süd mit den vielen dazugehörigen Gemeinden.

Pfarrer Bentele war ein beliebter Seelsorger, ein Mensch, der gerne und mit großer Offenheit auf andere zuging und der Kirche „auf der Platte“ ein sympathisches Gesicht gab. Seine originelle Art, das Evangelium zu verkünden und sein oberschwäbischer Humor wurden weithin geschätzt. Viele Menschen kamen über seine regelmäßigen Wallfahrten neu in Kontakt mit der Kirche. Auch für die Weltkirche im Großen schlug das Herz von Norbert Bentele. Priester aus aller Welt gehörten zu seinem Freundeskreis und machten gerne im Heimsheimer Pfarrhaus Station.

In den Gemeinden von Pfarrer Bentele ist die Bestürzung groß. Gemeindemitglieder verabschiedeten sich bereits am Montag unter Tränen an seinem Leichnam. Aber auch viele spontane lustige Erinnerungen wurden geteilt. Pfarrer Bentele wird dort sehr fehlen.

Wir bitten um das Gebet für den Verstorbenen.