Bildungsfahrt nach Rottenburg

Gelungener Tag in der Domstadt


Ein wunderschöner Samstag auf den Spuren des Heiligen Martin in Rottenburg - 51 Männer und Frauen aus dem Dekanat genossen den (vorerst?) letzten richtigen Sommertag bei der Bildungsfahrt am 17. September.



Der Bus führte die Gruppe zunächst in die Nähe des Bischofshauses, vor dem Dekan Claus Schmidt eine umfassende historische Einführung in die Entstehung der Diözese Rottenburg-Stuttgart gab. Verschlungene Wege waren es, die die unscheinbare Marktkirche St. Martin schließlich zur "Kathedrale", zur Bischofskirche machten.

Dem Patron der Diözese konnte man dann am Eugen-Bolz-Platz sozusagen auf Augenhöhe begegnen: Die Skulptur des Künstlers Karl-Ulrich Nuss stellt keinen sich gnädig herabwendenden Reiter dar, sondern einen Heiligen, der dem Bettler zum Verwechseln ähnlich sieht und ihm gegenüber steht.

In unmittelbarer Nachbarschaft wird am früheren Eingang zum Palais an die Übergriffe auf den Bekennerbischof Joannes Baptista Sproll und seine Vertreibung 1938 erinnert.

Der Dom St. Martin erfuhr 2003 eine grundlegende Sanierung und Umgestaltung, unter anderem wurde die Sakramentskapelle in den Turm verlegt, dessen Mauern dafür aufwändig durchbrochen wurden.

Die Mittagszeit verbrachte die Gruppe aus dem Dekanat im Priesterseminar. Nach einem Gebet in der Hauskapelle war eigens der barocke Speisesaal fürs Mittagessen bereitet worden. Im "Tübinger Zimmer" stellte Dekan Schmidt wichtige Köpfe der akademischen "Tübinger Schule" vor.

Nachmittags konnte das bekannte Tafelbild der Mantelteilung im Original bewundert werden. Eine Führung im Diözesanmuseum erschloss auch noch weitere interessante Werke und ihre Hintergründe. So viel Kultur ruft nach Rekreation: Ein Spaziergang durch die Stadt und ein ausgiebiger Kaffee im "Prinz Carl" sorgten dafür. Manche "wanderten" anschließend ins Weggental, andere kamen mit dem Bus zum Abschluss des Tages in die Wallfahrtskirche: Eine feierliche und stimmige Vesper zu Ehren des Heiligen Martinus krönte die Bildungsfahrt.

Die ersten Regentropfen warteten, bis alle im Bus saßen und auf der Heimfahrt wurden alle noch mit einem leuchtenden Abendrot belohnt.

Bis zum nächsten Mal!

 

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