Erfolgreiche Kleidersammlung

"Hilfe für Erbil" profitiert von fast 5 Tonnen gesammelter Kleider und Schuhe

Foto: www.angelika-kamlage.de
Foto: www.angelika-kamlage.de

Premiere im Dekanat Mühlacker: Zum ersten Mal wurden gebrauchte Kleider und Schuhe nicht nur über die üblichen Container gesammelt, sondern gezielt angeliefert und zur Sortierung und Wiederverwertung gefahren. Anlass war das Projekt „Hilfe für Erbil“, mit dem wir ein Wohnbauprojekt im Irak unterstützen. Mit dem Erlös der Kleidersammlung und anderen Aktionen werden Küchenzeilen in 80 kleinen Appartements finanziert und damit Familien eine Zukunft ermöglicht, die vor dem islamistischen Terror fliehen mussten.

Von Oberderdingen bis Heimsheim und von Illingen bis Knittlingen wurden in den letzten Wochen die Kleiderschränke durchwühlt. Kleidersäcke stapelten sich in Pfarrbüros, Garagen und Gemeindesälen, bis am Samstag der LKW der „Aktion Hoffnung“ aus Riedlingen kam. Dort werden die Kleiderspenden weiter sortiert und verwertet. Sowohl die Aktion Hoffnung als auch der Sortierbetrieb sind Mitglied des Dachverbands FairWertung, so dass an die Weitergabe der Kleidung strenge Maßstäbe angelegt werden. In Mühlacker sorgte neben den Verantwortlichen eine bunte Truppe von jungen Leuten aus Syrien, Irak und Afghanistan dafür, dass die Kleidersäcke zügig aufgeladen wurden. Wiernsheim und Heimsheim waren dann die letzten Stationen der Sammlung. Dort mussten die letzten Kleidersäcke sogar auf eine zweite Fuhre warten, in Mühlacker hatte man einfach „zu viel“ gesammelt. Mit dem Ergebnis von über 4,8 Tonnen ist Dekanatsreferent Christoph Knecht vollauf zufrieden: „Bei einer Premiere ohne Generalprobe weiß keiner, wie es ausgeht. Viele Ehrenamtliche haben jetzt dafür gesorgt, dass alles geklappt hat. Und nicht nur das, es hat auch Spaß gemacht!“ Das Ziel des Hilfsprojektes ist dadurch weiter in greifbare Nähe gerückt. Auch die Aktion Hoffnung selbst wird aus ihren Mitteln "Hilfe für Erbil" unterstützen.

Durch das Sammeln der Kleidung werden aber nicht nur Projekte mitfinanziert, sondern sie leisten auch einen Beitrag zur Schonung von Energie und Rohstoffen. Christoph Knecht: „Die Produktion von Baumwolle ist extrem aufwändig, auch in der Produktion von Kleidung wird viel Energie und Arbeitszeit verwendet. Deshalb ist es sinnvoll, Kleidung weiter zu nutzen, indem sie weiterverkauft oder dem Recycling zugeführt wird.“